Klinik für Anästhesie und Intensivtherapie
Unsere interdisziplinäre Intensivstation ist seit 2024 als angehörigenfreundliche Intensivstation zertifiziert. Dies bedeutet, dass wir auf feste Besuchszeiten verzichten und gerne individuelle Besuchszeiten für die von uns betreuten Patienten ermöglichen möchten.
Wir als Team, halten es für äußerst wichtig, dass Sie Kontakt zu Ihrem von uns stationär behandelten Angehörigen halten, damit Ihr Angehöriger in dieser besonderen Situation, vertraute Personen in seiner Nähe weiß. Im persönlichen Kontakt zu Ihrem Angehörigen sehen wir einen entscheidenden Baustein für dessen Genesungsprozess.
Auch bei Patienten, die medikamentös in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt wurden (künstliches Koma), geht man davon aus, dass diese unterbewusst vertraute Stimmen und Berührungen wahrnehmen. Sie können Ihren stationär behandelten Angehörigen sehr gerne berühren oder auf andere Weise Ihre Nähe und Zuneigung zeigen. So hilft es schon, wenn sie berichten, was in dem gewohnten Umfeld passiert (Nachrichten, Neues aus der Familie, Nachbarschaft, dem Ort, etc.) oder Sie sich die Zeit nehmen, Ihrem Angehörigen etwas aus der Zeitung bzw. aus einem Buch vorzulesen. Auch das Führen eines Intensivtagebuches kann helfen, das Erlebte besser zu begreifen und zu verarbeiten. Gerne könne Sie Ihrem Angehörigen ein paar persönliche Sachen, wie z.B. Fotos oder die gern gehörte Musik, mitbringen. Sollten Sie sich unsicher sein, wie Sie sich verhalten, dann sprechen Sie uns sehr gerne und jederzeit an. Wir stehen Ihnen stets gerne beratend zur Seite.
Achten Sie bitte darauf, dass bei Ihren Besuchen die für die Gesundung notwendige Erholung nicht ausgesetzt wird. Aus unserer Erfahrung hat es sich bewährt, dass möglichst nicht mehr als zwei Personen gleichzeitig anwesend sind (Ausnahmen hierzu können jederzeit besprochen werden).
Bitte setzen Sie sich mit dem therapeutischen Team in Verbindung, wenn Kinder unter den Besuchern sein sollten. Für diese werden wir uns ein individuelles Vorgehen überlegen, damit diese nicht mit der Situation und den Eindrücken überfordert werden.
Melden Sie sich vor dem Betreten der Intensivstation über die am Eingang befindliche
Rufanlage an. Zum Schutz der Patienten bitten wir Sie um eine gewissenhafte Händedesinfektion
im Eingangsbereich der Station. In einigen Fällen ist es notwendig, besondere Schutzkleidung
zu tragen, um sich oder Ihren Angehörigen vor Erregern zu schützen.
Haben Sie bitte Verständnis, dass wir nur Angehörigen Auskunft über den Gesundheitszustand unserer Patienten geben dürfen, welche von diesem dazu bestimmt wurden (Vorsorgevollmacht, Ehegattenbetreuung, Patientenverfügung). Im Idealfall ist dies ein Ansprechpartner, der allen anderen Angehörigen als Informationsquelle zur Verfügung steht und diese entsprechend weitergehend informiert. So geben Sie uns die Möglichkeit, allen Patienten und Angehörigen auf unserer Intensivstation gerecht zu werden, was die Weitergabe von Informationen betrifft.
Zeitweise kann es aufgrund von notwendigen Therapien dazu kommen, dass Sie innerhalb Ihres Besuches nicht gleich zu Ihrem Angehörigen gehen können, bzw. wir Sie auffordern das Zimmer phasenweise zu verlassen. Wir bitten Sie dies zu akzeptieren, nicht alle Prozesse sind auf unserer Station im Vorhinein planbar.
Falls Sie ein Gespräch mit dem Stationsarzt wünschen, wenden Sie sich bitte zwecks Absprache eines Termins an das Pflegepersonal.
Was können Sie für Ihren Angehörigen mitbringen:
Seife / Duschgel
Zahnbürste / Zahnpasta
Kamm / Bürste
Utensilien zur Rasur
Halbschuhe, wenn möglich hinten geschlossen
Kommunikationsmittel wie Brille, Lesehilfen, Hörgeräte
Bilder der Familie / der Haustiere
etc.
Eigene Handtücher, Waschlappen oder Ähnliches werden bei uns nicht benötigt. Aufgrund der hygienischen Anforderungen bitten wir Sie auf das Mitbringen von Pflanzen o.ä. zu verzichten.
Zusatzqualifikationen für eine besondere Betreuung:
Auf unserer Station ist ein multiprofessionelles Team tätig. Es besteht aus intensivmedizinisch erfahrenen Ärzten, intensivpflegerisch erfahrenen Intensivpflegefachkräften- und Pflegekräften, Physiotherapeuten sowie weiteren Berufsgruppen. Die Kollegen des Teams haben sich in verschiedenen Bereichen zusätzliche Qualifikationen angeeignet. So verfügen wir z.B. über eine Pain-Nurse (Pflegefachkraft für Schmerztherapie), die eine wichtige Schnittstelle in der Schmerztherapie zwischen dem Patienten und Arzt sowie Pflegepersonal darstellt. Damit kann bei uns das Konzept des schmerzfreien Krankenhauses problemlos umgesetzt werden. Des Weiteren bereichert seit mehreren Jahren die Aromapflege unser Angebot.
Klinik für Anästhesie und Intensivtherapie

