Brustkrebszentrum etabliert

Offiziell eröffnet wurde 7.6.2017 im Beisein zahlreicher niedergelassener Gynäkologen, Firmenvertreter und Vertreterinnen der Selbsthilfegruppe nach Krebs das Brust-Krebs-Zentrum am Robert-Koch-Krankenhaus Apolda (RKK).

Eingebettet war die Übergabe des Zertifikats, in dem die Deutsche Krebsgesellschaft Onko Zert die Erfüllung der medizinischen und logistischen Voraussetzungen bestätigt an den wichtigsten Fachmann in dieser Angelegenheit, Chefarzt Dr. med. Joachim Bechler, in eine wissenschaftliches Symposium. Das fand im Hotel am Schloss statt.

Über zwei Jahren hinweg hatten Bechler, der Chef der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe ist, sein Team und die Krankenhausgeschäftsführung unter Chefarzt Dr. med. Wolfgang Frosch und Uwe Koch auf das Ziel, nämlich die Etablierung eines Brustzentrums, hingearbeitet (TA berichtete).

Zum Hintergrund: Zum einen gibt es den Versorgungsauftrag, zum anderen hat man es tendenziell mit einer wachsende Zahl von Brustkrebserkrankungen zu tun, was natürlich auch mit der immer weiter verfeinerten Diagnostik zu tun hat.

Konkret nannte Chefarzt Bechler folgende Mammakarzinom-Neuerkrankungen für das Krankenhaus Apolda: 96 Fälle in 2013, 119 (2014), 99 (2015) und 152 im vergangenen Jahr. Auffällig ist die höhere Anzahl in den Jahren mit Screeningeinheit. Dass am RKK ein Brustzentrum etabliert werden konnte habe mit der guten Arbeit im Haus selbst, aber eben auch mit den Kollegen, die zum weiten Netzwerk (Pathologie, Strahlentherapeutin, Internistische Onkologie, Röntgendiagnostik und so fort) gehören, zu tun. Die Bündelung der Kompetenz der niedergelassenen und der stationären Angebote habe zum Erfolg geführt, der letztlich vielen Patientinnen zugute kommt.

Quelle: Dirk Lorenz-Bauer / 08.06.17 / Thüringer Allgemeine

Fotos: Jana Schulze