Der Begriff Endoprothetik

...steht für den Einsatz von künstlichen Gelenken im Falle der Gebrauchsunfähigkeit der eigenen Gelenksubstanz.

Im Allgemeinen denkt man dabei an den Ersatz des Hüft- oder Kniegelenkes.

Das ist auch verständlich, da allein in Deutschland ca. 400.000 künstliche Knie- oder Hüftgelenke pro Jahr implantiert werden. Gemessen auf die Einwohnerzahl nimmt Deutschland damit einen weltweiten Spitzenplatz ein.

Besonders stark ansteigend ist die Zahl an Wechseloperationen. Dabei dominiert noch die Wechseloperation an der Hüfte, da der Hüftgelenksersatz in den 60er Jahren in besonderem Maß das Bild der heutigen Endoprothetik als Pionierleistung geprägt hat und somit die große Zahl implantierter Hüftsysteme auch Wechseloperationen nach sich ziehen muss.

Die immer noch steigende Anzahl, auch an Erstoperationen, ist darin begründet, dass die Bevölkerung in Deutschland einen besonders hohen Anteil an älteren Bürgern aufweist und die Menschen eine hohe Lebenserwartung und einen hohen Leistungsanspruch im Alter haben. Hier wird schon deutlich, dass der Ersatz von Gelenken sehr oft eine Folge von Abnutzungserscheinungen durch Alterungsprozesse ist. Weniger häufig, aber nicht unbedeutend, sind Unfallfolgen, die den Einsatz künstlicher Gelenke in jeder Altersgruppe erfordern können.

Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie der Robert-Koch-Krankenhaus Apolda GmbH hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 1993 intensiv mit dem Thema Endoprothetik auseinandergesetzt. Somit besteht hier ein hoher Erfahrungsschatz und eine besondere Spezialisierung, die u. a. in Form eines zertifizierten Endoprothetikzentrums ihren Ausdruck findet.

Ca. 400 solcher dokumentierten Operationen leistet die Klinik im Jahr. Endoprothetik bei uns heißt allerdings nicht nur Ersatz von Knie- und Hüftgelenken, sondern meint auch die weniger häufig betroffenen ersetzbaren Gelenke, wie z. B. Handgelenk, Sprunggelenk, Schultergelenk, Finger- und Zehengelenke und Ellenbogengelenk.

Informationen dazu finden Sie auch auf den anderen Menüpunkten unserer Internetseite.

Sie müssen operiert werden?

Meistens hat schon eine umfangreiche Vorbehandlung bei Beschwerden durch Gelenkverschleiß in Form von Medikamentengaben, Physiotherapie, Bäderanwendungen oder auch einer Rehabilitationsmaßnahme stattgefunden.

Wenn ihr Arzt feststellt, dass wahrscheinlich ein operativer Eingriff in Form des Gelenkersatzes für Sie ansteht, bieten wir zur Beratung unsere spezielle Endoprothesensprechstunde jeden zweiten Freitag von 08:00 – 12:00 Uhr an. Informationen hierzu finden Sie unter Sprechzeiten.

Bringen Sie bitte alle vorhandenen Befunde zu Ihrem Gelenkleiden und evtl. vorhandenes Bildmaterial in die Sprechstunde mit. Wir beraten Sie, ob alle Möglichkeiten der nicht operativen Behandlung ausreichend genutzt sind.

Wir  analysieren im Falle einer Operationsnotwendigkeit ihren speziellen Fall und machen Ihnen Vorschläge zur operativen Behandlung. Anschließend stimmen wir den Zeitplan mit Ihnen ab und statten Sie mit allen für die Aufklärung und Einwilligung notwendigen Dokumenten aus.

Mehr Informationen zur Hüftoperation finden Sie hier in unserer Broschüre.

Da jede Operation mit eingriffsbezogenen Risiken verbunden ist, können Sie sich hier gern über unsere Aufklärungsbögen vorinformieren. Spezielle Risiken, die Sie betreffen, besprechen wir während der Sprechstunde.

Man rechnet heute mit einer durchschnittlichen Haltbarkeit bei Hüftprothesen von 15 Jahren und bei Knieprothesen von 10 Jahren.

Auch im Falle von notwendigen Wechseloperationen sind Sie bei uns in guten Händen. Diese Eingriffe erfordern häufig ein sehr auf den Einzelfall abgestimmtes Vorgehen und bedürfen einer engen Kooperation mit spezialisierten Herstellern. Hier verfügen wir über die Möglichkeit, selbst individuell maßgeschneiderte Prothesen für Sie anfertigen zu lassen.

Patienteninformation (noch nicht hinterlegt)

Nicht selten hinterlassen wechselbedürftige Implantate größere Defekte im Knochen und Weichteilbereich. Wir legen größten Wert auf rekonstruktive Verfahren, die mit biologischem Material einen biologischen Gewebeersatz ermöglichen und somit eine Stärkung Ihres eigenen knöchernen Lagers oder Ihrer Weichteilsituation im Zusammenhang mit einer Wechseloperation bewirken können. Dazu nutzt die Klinik innovative Verfahren und hat teilweise selbst mit kompetenten Partnern, wie dem DIZG Berlin, Pionierarbeit auf diesem Gebiet geleistet.

Vertrauen Sie uns, wir werden die beste Lösung für Sie finden, wenn ein endoprothetischer Gelenkersatz oder ein Prothesenwechsel für Sie unumgehbar ist.

Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Chefarzt Dr. med. Dirk Seifert

Tel.: 03644 57 12 01 (Sekretariat)

E-mail: d.seifert@rkk-apolda.de

 

 

Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Sekretariat:

Marlies Juch
Tel. 0 36 44 - 57 12 01
Fax 0 36 44 - 57 12 02
E-mail: sek.traum@rkk-apolda.de