Das wichtigste Aufgabengebiet der Klinik ist die rasche und optimale Versorgung aller Verletzungen des Bewegungsapparates, d. h., aller Knochen-, Gelenk-, Sehnen-, Muskel- oder Hautverletzungen. Dabei verfügt das Krankenhaus über alle modernen Möglichkeiten der bildgebenden Diagnostik (Röntgen, CT, MRT, Sonographie), um Verletzungsfolgen schnellstmöglich vollständig zu erfassen und je nach Schweregrad einer stufenweisen spezialisierten Behandlung zuzuführen. Die Behandlung schwerstverletzter Patienten ist durch das Vorhandensein einer modernen intensivmedizinischen Abteilung ebenfalls garantiert.
Bei spezifischen Fragestellungen von Wirbelsäulen- und Schädelverletzungen besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum in Jena. Dazu besteht u. a. die Möglichkeit, digitale Bilder auf telemedizinischem Weg auszutauschen.
Für die Behandlung von Arbeitsunfällen und Arbeitsunfallfolgen existiert die uneingeschränkte Zulassung zum Verletzungsartenverfahren (§ 6 - Verfahren) der Berufsgenossenschaften für alle Verletzungsschweregrade.
Die Behandlung unfallverletzter Kinder wird in enger Zusammenarbeit mit der Kinderklinik unseres Hauses durchgeführt. Dabei erfolgt die überwiegende Versorgung der kleinen Patienten im Stationsbereich der Kinderklinik und wenn erforderlich, auch mit Unterbringung eines Elternteiles.
Unsere Klinik ist Bestandteil des so genannten Traumanetzwerkes Thüringen.
Ein ebenso wichtiger Schwerpunkt der Klinik ist die Behandlung von Verschleißerscheinungen am Stütz- und Bewegungsapparat.
Dabei können im Rahmen der Diagnostik und Behandlung, vor allen Dingen von Gelenkverschleißerscheinungen, aber auch Verletzungen von Gelenken, so genannte minimalinvasive Verfahren, durch modernste Arthroskopieeinheiten (Gelenkspiegelung) an allen großen und kleinen Gelenken des Körpers durchgeführt werden.
Bei fortgeschrittenem Gelenkverschleiß kann neben den modernen Methoden der nicht operativen Behandlung von Arthrose die Möglichkeit des Einsatzes hochleistungsfähiger gelenkersetzender Systeme im Haus angeboten werden. Dabei ist der Gelenkersatz des Hüft-, Knie- und Schultergelenkes sowie auch der Ersatz von Ellenbogen- und Handgelenken sowie von Fuß- und Zehengelenken möglich. Dabei erfolgt die Operationsplanung exakt unter Nutzung neuester digitaler Computersysteme.
In besonders schwierigen Fällen, insbesondere bei fortgeschrittenem Gelenkverschleiß, vorbestehenden ausgeprägten Skeletterkrankungen oder im Fall der Auslockerung von Gelenkprothesensystemen werden mit zunehmender Zahl speziell für diese Patienten angefertigte Prothesensysteme eingesetzt. Diese können in Zusammenarbeit mit einem industriellen Anbieter und einem Institut für Zell- und Gewebsersatz auch bei größeren Defektsituationen an allen Gelenken und Knochen durchgeführt werden. Hier verfügt die Klinik über außergewöhnliche Erfahrungen und publiziert die Ergebnisse weltweit.
Des Weiteren besteht die Möglichkeit, mit modernsten Operationsverfahren angeborene oder erworbene Achsfehlstellungen an Beinen und Armen zu korrigieren. Hier bündeln sich zunehmend mehrere Kompetenzen, sodass auch komplexe Schädigungen bei Kindern und Jugendlichen behandelt werden können.
Neben diesen operativen Möglichkeiten gibt es eine breit gefächerte Sprechstundentätigkeit. Hier können Patienten mit spezifischen Fragestellungen der Erkrankung des Stütz- und Bewegungsapparates auf Zuweisung der niedergelassenen Chirurgen und Orthopäden bzw. in der Vor- und Nachbetreuung von Arbeitsunfällen oder nach Vereinbarung an allen Tagen in der Woche betreut und beraten werden. Hierzu gibt es spezialisierte Sprechstunden. So besteht neben den täglichen Fachsprechstunden eine D-Arzt-Sprechstunde, eine Sprechstunde für Sportverletzungen, eine Sprechstunde für Ambulantes Operieren und eine Wirbelsäulensprechstunde.
Zusätzlich werden sportmedizinische Untersuchungen bei Leistungs- und Freizeitsportlern angeboten.
Diese Sprechstunden können für verschiedene spezielle Fragestellungen im Zusammenhang mit Verletzungen oder Erkrankungen des Bewegungsapparates genutzt werden, bzw. erfolgt hier die ausführliche Beratung vor oder nach Operationen und die Koordination von Rehabilitationsmaßnahmen.
Des Weiteren betreut die Klinik eine Vielzahl von Patienten mit akuten oder chronischen Schmerzen am Stütz- und Bewegungsapparat, insbesondere Patienten mit Wirbelsäulenveränderungen. Hier steht diesen Patienten eine moderne Physiotherapieabteilung zur Seite. Außerdem werden diese Patienten spezifischen und zertifizierten Schmerzbehandlungen zugeführt.
Im Haus befindet sich eine Orthopädiewerkstatt, welche eine rasche Versorgung mit orthopädischen Hilfsmitteln (z. B. Schienen, Unterarmgehstützen, etc.) garantiert.
Es besteht eine ausgedehnte Zusammenarbeit mit operativ tätigen, niedergelassenen Orthopäden und Chirurgen. Diese ergänzen in Zusammenarbeit mit der Klinik die speziellen Operationen an Schulter-, Hüft- und Kniegelenken.
Die Klinik ist außerdem in ein ausgedehntes internes und externes Fort- und Weiterbildungsprogramm der Landesärztekammer Thüringen integriert. Es wird viel Energie darauf verwendet, ständig die neuesten Entwicklungen zu vermitteln und etablierte Standards einzuhalten.
Ambulantes Operieren
Eine Vielzahl von Operationen können heute ohne längere stationäre Aufenthalte durchgeführt werden. Somit besteht auch in der Klinik die Möglichkeit einer so genannten Tageschirurgie. Die Eingriffe werden in der Regel nach Vorstellung in der Sprechstunde koordiniert und bei Notwendigkeit die Nachsorge durchgeführt.
Im Rahmen der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie existiert eine Abteilung Handchirurgie.
Leitender Arzt: Oberarzt Dipl.-Med. Wilfried Trültzsch
Leistungsspektrum
- Gesamtspektrum der Unfallverletzungen des Kindes- und Erwachsenenalters der Hand und der oberen Extremität,
- Zulassung zum Verletzungsartenverfahren der Berufsgenossenschaften (§ 6 – Verfahren) einschließlich der gutachterlichen Tätigkeit,
- Sporttraumatologie der Hand und des Handgelenkes,
- Wiederherstellungschirurgie der Hand, der oberen und unteren Extremität, auch mittels mikrochirurgischer Operationsmethoden,
- Chirurgie der Sehnen (schnellender Finger), Dupuytren’sche Erkrankung,
- Endoprothetik aller ersetzbarer Gelenke der Hand und des Handgelenkes,
- Endoskopie aller erreichbaren Gelenke einschließlich Rekonstruktion,
- Rheumachirurgie der Hand,
- alle gängigen Verfahren der Physiotherapie, Ergotherapie und Handtherapie incl. Bewegungsbad,
- ambulantes Operieren ohne Einschränkungen
- gutachterliche Tätigkeit für private Unfallversicherungsträger,
- Fachsprechstunde (KV-Ermächtigung auf Überweisung vom Facharzt für Chirurgie oder Orthopädie),
- beratende Tätigkeit für die gewerblichen Berufsgenossenschaften.
Besondere Versorgungsschwerpunkte
Versorgung von Verletzungen der Hand aller Schweregrade
- arthroskopische Chirurgie aller erreichbaren Gelenke der Hand,
- Anwendung von winkelstabilen Implantaten bei Plattenosteosynthese der gebrochenen Knochen (Speichenbruch),
- Chirurgie und rekonstruktive Maßnahmen der Wiederherstellung der Körperoberfläche und so genannte Vakuumversiegelung inklusive spezielle Wundsprechstunde,
- Anwendung von äußeren Fixationssystemen zur Rekonstruktion ggf. Wiederaufbau der verletzten Extremitäten,
- spezielle Hand- und rekonstruktive Mikrochirurgie,
- breites Spektrum an ambulanten Operationen,
- Chirurgie der peripheren Nerven (Verletzungen, Nervenengpasssyndrome – so genanntes Karpaltunnelsyndrom u. a.),
- Behandlungsschwerpunkt „Schmerzhaftes Handgelenk“ (frische Unfälle, chronische Schädigung der Handwurzel, rekonstruktive Chirurgie bis zur prothetischen Versorgung
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